Ermittelt: Der Weinkommissar
“Ich hätt’ gerne ‘nen roten Spanier”, ist schon eine selten dämliche Bestellung, wenn auf der Karte “Weine aus Italien” steht. Allerdings hab ich’s auch erst gesehen, als der freundliche Hinweis kam, man könne mir einen kräftigeren Italiener bringen. Das war der Anfang eines netten Abends beim Weinkommissar.

Mit dem jungen Mann unterwegs, um die langsam fertig werdende Friedrichsstraße in Augenschein zu nehmen. Jetzt, wo die Bauarbeiten in den letzten Zügen liegen – im nächsten Monat soll es komplett fertig werden – und ich Urlaub hab, passte das. Dabei stand auch der Weinkommissar auf der Liste, den Julia im Januar schon für das Bloggertreffen vorgeschlagen hatte. Nachdem wir unsere ersten Getränke hatten, kam Christoph Schlingensief vorbei und setzte sich ins Restaurant nebenan. Wie mir Kollegen nachher erklärten, inszeniert er im Herbst seine Oper Freax in Bonn. Als höfliche Papparazzi hamwer dann doch kein kein Foto gemacht, sondern brav weitergetrunken. Da es warm war, bin ich auf Weißwein umgestiegen. Die Nachfrage der Bedienung, ob ich den gleichen noch einmal oder einen anderen Weißen testen wolle, entgegnet mit: “Da gibt’s doch nur den Unterschied zwischen kalt und kälter”. Was der Sommelier nun absolut nicht auf sich bzw. dem Wein sitzen lassen wollte. Also gab’s Probiergläser und ich konnte davon überzeugt werden, dass der Weißburgunder, den ich für den Rest des Abends getrunken hab, schon einen verdammt guten Charakter hat.

Fazit: Der “Weinkommissar” ist Weinfachhandel und Weinbar auf der bald neu erblühenden Friedrichstr. Draußen keine Kännchen, sondern Stehtische, innen zeigt sich die Einrichtung geradlinig und geschmackvoll. Dunkles Holz, dazu weinrote und grüne Farbakzente. Besonders schön ist die Stuckdecke mit Kristallleuchtern. Die Bedienung erwischt genau den Punkt zwischen aufmerksam und dezent, so dass man als Kunde weder den Eindruck hat über-, noch unterversorgt zu sein. Absolut weinkompetent und freundlich, ohne dass ich als Laie das Gefühl bekomme, Fehl am Platze zu sein. Für Bonn schon eine Besonderheit. Die Weinkarte bietet eine Auswahl an offenen Weinen, etwa Pino Grigio aus dem Friaul oder einen Merlot aus Venetien. Mein Sommertipp: Der Südtiroler Weißburgunder aus Nals.
Als Weinbegleiter gibt es Antipasti, etwa den Fattoria-Teller bestückt mit Salami, Schinken, Käse oder Oliven und eingelegte Tomaten. Die Preise sind absolut zivil und im Vergleich mit der Plörre, die man in mancher Kneipe als Wein angeboten bekommt, schon sehr ok. 0,2 Merlot Borgo Molino: 3,20; 0,2 Weißburgunder: 5,50; Sacravite: 4,-. Man bekommt auch 0,1-Gläser.
Weinkommissar, Friedrichstraße 20, 53111 Bonn-Innenstadt,
Tel. 0228-9 65 00 65,
Mo-Fr 11-21 Uhr (wir saßen allerdings um 23 Uhr noch dort), Sa 10-20 Uhr
update: Auch der Wein-Gourmet bestätigt unseren Eindruck.
In eigener Sache: Damit starten wir die bnlog-Qualitätsoffensive und beschreiben demnächst regelmäßig in der Rubrik Mitarbeiter des Monats Läden und ihre Besitzer/Mitarbeiter, die uns besonders gut gefallen. Dazu sollen kleine Interviews kommen und jeweils die Menschen hinter der Ladentheke gezeigt werden. Versteht sich von selbst, dass wir uns hier nicht kaufen lassen.
Luur ooch von Mark
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Najaa, man sollte aber schon das große Manko nennen: Canon Liebhaber und so….hehe. Aber der Wein war suppa. Fand ich. Ich hätte auch locker noch ein, zwei Liter getrunken, aber naja, das verträgt halt nicht jeder. *hust*
Ok, das die Canon 400D besser sein soll als die D40 von Nikon war wirklich bluna
Für alle Mitlesenen: Der junge Mann oben links im Bild behauptete derart Unhaltbares, nachdem ich gefragt hab, ob ein Foto für’s Blog ok sei.
hmm. hört sich gut an werde wir die Tage mal Testen gehen denn Laden.
Bleibt aber mal schön auf der falschen Seite, ich hatte die gleiche Idee schon für Beuel, nur noch keine Zeit sie in die Tat umzusetzen.
Danke für den ausführlichen Hinweis & bitte mehr davon. Werde ich mal antesten. Die Friedrichstrasse macht sich so langsam.
Also CANON IST BESSER!!!
Allein die Tatsache, dass die D40 keinen AF-Moter besitzt, macht die 400D schon besser! Aber hey, man kann eben eine Fiat Punto nicht mit nem Polo vergleichen!
Das stimmt so ja nicht. Die Nikon hat den AF-Antrieb ins Objektiv verlegt. Ist ja ein kleiner Unterschied. Ansonsten ist wohl das Fazit des Chip-Vergleichs ganz stimmig:
“Betrachtet man die Einzel-Disziplinen des Duells, wird schnell klar, dass die Nikon in den entscheidenden Punkten der EOS 400D ebenbürtig oder sogar teilweise überlegen ist: Die Bildqualitätswertung geht an die D40, bei Ausstattung und Geschwindigkeit herrscht Gleichstand – einzig die Staubschutz-Funktion spricht hier für die Canon. In der Praxis lassen sich beide Kameras gut und einfach bedienen. Erst der größere Lieferumfang und die höhere Objektiv-Kompatibilität der Nikon bringen der EOS 400D den Gesamtsieg.
Neuling oder ambitionierter Fotograf
Deshalb ist die Nikon D40 für all jene die richtige Wahl, die in die DSLR-Fotografie neu einsteigen oder den Umstieg von der normalen Digicam vollziehen und einfach die Vorteile der DSLR für bessere Fotos nutzen wollen. Hier können Sie mit der Nikon ruhigen Gewissens 140 Euro gegenüber der Canon sparen. Wer vorhat, sein Hobby so ernsthaft zu betreiben, dass er mit zusätzlichen Objektiven fotografieren oder das Profi-Format RAW nutzen will, ist mit der Canon EOS 400D klar besser beraten. Mit passenden Zusatz-Objektiven und dem RAW-Konverter käme die Nikon sogar letztlich teurer als die EOS.”