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Bürgerinitiative „Rettet die Redoute und das Rathaus“ in Bad Godesberg

2007 August 3
by Mark

Gastbeitrag von Karin Robinet

Die Bad Godesberger machen mobil gegen den geplanten Verkauf der historischen Gebäudezeile in der Kurfüstenallee und gründen eine Bürgerinitiative zur Rettung der Redoute und des Rathauses.

Am 31.05. 2007 hat auch der Hauptausschuss des Stadtrates (nach der Bezirksvertretung Bad Godesberg) gegen die Stimmen von Grünen und BBB beschlossen, dass die Stadtverwaltung mit einem Investor verhandeln soll. Ziel dieser Verhandlungen ist der Verkauf von Rathaus, Redoute und weiteren Gebäuden an der Kurfürstenallee in Bad Godesberg. Der Investor will (Luxus)wohnen und ein Wellnesshotel realisieren. Auch das Hallenbad und die Musikschule wären hiervon betroffen, die Verwaltung soll in ein neues Verwaltungsgebäude, dass die Stadt mieten soll, umziehen.

Bereits am 1.06.2007 hat sich eine Initiative hiergegen gegründet. Gut 60 Personen waren dem Aufruf der drei Initiatoren, darunter Ex-Bürgermeister Jürgen Endemann, gefolgt. Obgleich die gesamte Kurfürstenallee nach dem Willen der Stadt verkauft werden soll, konzentrieren sich die Aktivitäten auf die Verhinderung des Verkaufs von Redoute und Rathaus. Im grünen Salon der Redoute begründete Karin Robinet, die Fraktionssprecherin der Grünen in der Bezirksvertretung Bad Godesberg, dass die Initiative sich heute gründe, um für den „Tag x“, den Tag des Beschluss des Rates der Stadt Bonn gerüstet zu sein und Alternativen zu einem Verkauf ausarbeiten zu können. Dieser Tag X, so Tom Schmidt, Experte in Sachen Bürgerbegehren und Bürgerentscheid, der auch das Bürgerbegehren Bahnhofsvorplatz erfolgreich mit vertreten hat, würde frühestens Ende August 2007 liegen. Von diesem Tag an habe die Initiative drei Monate Zeit, um mehr als 9.000 gültige Unterschriften für das Bürgerbegehren zu sammeln. Angesichts dessen, dass es sich um eine gesamtstädtische Angelegenheit handele, müsse auch gesamtstädtisch gesammelt werden. Dies ergebe sich bereits daraus, dass die Verkaufserlöse in den gesamtstädtischen Haushalt einfließen sollen. Zudem würden bei einem Abriss des Verwaltungsgebäudes und des Hallenbades, neue Kapazitäten geschaffen, die nach den Investorenplänen von der Stadt zurückgemietet werden sollten. Als „nicht nachhaltig“ bezeichnet Marcel Schmitt vom BBB, der Dritte im Bunde der Einladenden, dieses Ansinnen zweier „neuer Mieten“ und zeichnete nach, wie es zu dem Beschluss der Mehrheitsfraktionen gekommen ist.

Auf besondere Empörung stieß der geplante Verkauf der Redoute: „Da schickt sich die Stadt an, ein neues Festspielhaus Beethoven zu gründen, und der einzige noch erhaltene Konzertraum, in dem der junge Beethoven gespielt hat, wird von ihr zur Disposition gestellt“, argumentierte Jürgen Endemann, der den Gründungsaufruf begründete, den Karin Robinet schließlich zur Abstimmung stellte. Einstimmig und ohne Gegenstimmen wurde dieser Aufruf verabschiedet.

Interessierte sind herzlich eingeladen zum Stammtisch der Initiative am 9. August, 19.00 Uhr im Rien ne va Plus in der Friedrichallee 18, Bad Godesberg und/oder das Faltblatt herunterladen.

Luur ooch von Mark

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