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Pützchens Markt

2007 September 8
by Mark

Die Wurzeln des Pützchens Markt gehen auf die Verehrung der heiligen Adelheid zurück. Um die erste Jahrtausendwende versorgte sie Hungernde mit Essen. Schon damals kamen die Pilger zum Kloster nach Vilich. Am Anfang des 11 Jahrhunderts gab es eine große Dürre im Land und in allen Teilen des Landes mangelte es an Wasser. Sogar aus dem Westerwald wurde das Vieh zum Rhein getrieben. Die Äbtissin Adelheid des Klosters im nahen Vilich versuchte dem Volk zu helfen. Der Legende nach stieß sie mit der Kraft der Gebete mit einem Stock in das Erdreich und es entsprang eine Quelle. Diese Quelle heißt bis heute Adelheidispützchen und ist an der Kirche in Pützchen bis noch heute zu besichtigen. Die Äbtissin Aldelheid wurde 1966 von der katholischen Kirche in Rom heilig gesprochen.

adelheidis-brunnen_bonn.jpg
Adelheidis-Brunnen (Foto: tohma unter Creative Commons „Share Alike”)

Der Brunnen oder “Pütz” gab dem Dorf seinen Namen. Von dem Wasser des Quells versprechen sich die Gläubigen bis heute Heilung. Pützchen soll um die Mitte des 14. Jahrhunderts zum Wallfahrtsort geworden sein. Es entstand eine Kapelle und ein Badehaus, welches Kurfürst Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg einrichten ließt. Sogar aus Flandern kamen Pilger nach Pützchen, um von der Quelle zu profitieren. An den Quellenfund wird jedes Jahr mit einem Markt erinnert.

Bald schon bauten die Leute Zelte und Buden auf, an denen Waren verkauft wurden. Die Belustigung spielte im Mittelalter nur eine Nebenrolle, trotzdem waren schon Musikanten und Gaukler dabei. Langsam entwickelte sich ein Jahrmarkt, der sich immer weiter ausweitete: Händler, Fahrende, Bänkelsänger, Gaukler, Tierbändiger und Artisten kamen. Der Pützchens Markt war entstanden.

Im 17. Und 18. Jahrhundert wohnten nur wenige Menschen hier. 1706 wurde ein Kloster und 1724 die Kirche in Pützchen erbaut. Im Jahr 2007 ein Fünfer-Looping, und es gab eine Warnung des Veterinäramts für Tierbesitzer, die besagte, dass “die lauten Geräusche der Fahrgeschäfte Gift für das empfindliche Hundegehör” sind. Zudem, so das Amt, seien die Tiere “häufigen Tritten unachtsamer Kirmesbesucher ausgesetzt”. Warnungen für menschliche Besucher sind nicht überliefert…

Luur ooch von Mark

4 Responses leave one →
  1. September 9, 2007

    bildungslücke definitiv geschlossen – es dankt ein nordlicht für die aufklärung ;)

  2. September 10, 2007

    Ja, dem muss ich mich definitiv anschließen, ich frag mich schon lange wo dieser seltsame Name wohl her kommt!

  3. September 11, 2007

    Bei uns gibt es auch noch einige Fotos von Pützchens Markt für diejenigen, die das tolle Treiben nicht miterleben können ;)

    Schöne Grüße von Bonn nach Bonn!

Trackbacks and Pingbacks

  1. Herr Schlauschlau » neunuhrachtundzwanzig - ja doch, es herbstelt

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