Peinlich, CDU!
Heute hat sich ein breites Aktionsbündnis gegen die Neonazi-Demo in Duisdorf gestellt. Ca. 3000 Menschen waren dort. Alle demokratischen Parteien waren verteten. Alle? Nicht ganz. Die Bonner CDU hat sich aus dem Aktionsbündnis verabschiedet und eine eigene kleine Aktion (Diskussionsrunde mit der Bundesprüfstelle) durchgezogen. Das Argument: Man wolle nicht mit linksradikalen Gruppen zusammenarbeiten. “Was für ein Unsinn, denn die Unterschrift unter dem Aufruf gilt dem Text und dem Widerstand gegen die Nazis, nicht den anderen Aufrufern”, sagt Ulrich Kelber dazu. Im Gegensatz zur Bonner CDU war Kelber selbst auf der Kundgebung “Kein Fußbreit den Faschisten”. Auch dabei: Die OB, Bärbel Dieckmann.

Bärbel Diekmann auf der Kundgebung
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Luur ooch von Mark
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Ja, doch, arm. Aber peinlich? Der Kampf gegen rechts ist sicherlich wichtig, dummerweise wird darüber immer vergessen, dass es auch eine Kampf gegen links geben sollte. Denn im Grunde sind die rechten genau solche “Volksbeglücker” wie die, die gegen sie kämpfen. Eine funktionierende Demokratie sollte aber wenn überhaupt alle Seiten des politischen Spektrums erlauben oder eben verbieten. Denn die Rechten manövrieren sich sowieso selbst ins Aus, während fragwürdige linke Vereinigungen wie die Linkspartei problemlos Wählerstimmen fischen dürfen. Gut ist das nicht, zumindest für die Demokratie, denn wir wissen ja aus der Geschichte, dass weder der Kommunismus, noch der Nationalsozialismus sich jemals wiederholen sollten!
Kampf gegen Neonazis JA. Kampf gegen rechts NEIN.
Leider ist die dauernde Hetze gegen jede Form von rechten Ansichten mittlerweile derart in den Köpfen verankert, das die Leute schon vergessen haben das rechts NICHT GLEICH Nazi ist und links NICHT GLEICH gut.
Das Antifa und Konsorten genauso staatsfeindliche Ansichten hegen wie radikale rechte Verbindungen ist weithin bekannt, wird aber toleriert, solange man als OB ein gutes Gesicht machen kann im publicity-trächtigen “Gutmensch” Kampf gegen rechts.
Hut ab vor der CDU, die sich noch traut offen zu sagen was sie denken.
Was traut sich die CDU denn hier offen? Die Frage der Demo war doch: Stellen sich Demokraten Neonazis gegenüber oder überlassen sie ihnen den öffentlichen Raum? Hier ging’s nicht in erster Linie um rechts oder links, sondern um die Frage, ob man den Nazis als Bonner Partei, Verein oder sonstwas gemeinsam etwas entgegensetzt.
Mehr als 70 Organisationen – vom DGB über die Caritas bis zur jüdisch-liberalen Gemeinde – als “Antifa und Konsorten” zu bezeichnen, zeugt von einer außerordentlichen Differenzierungsgabe…