Créme de la Créme der Architektur buhlt um´s Festspielhaus.
Anlässlich des ‘herannahenden’ 250. Geburts- (2020) und 200. Todestages Ludwig van Beethovens, haben sich Deutsche Post World Net, Deutsche Telekom AG und Postbank AG bereit erklärt, der Stadt Bonn “ein architektonisch und akustisch hochkarätiges Konzerthaus (mit einem differenzierten Raumangebot)” zu bauen. Da es sich hier nicht grade um drei Bäckerfilialen handelt, kann man sich vorstellen, dass hier, ähnlich wie schon beim Posttower geschehen, Größe demonstriert werden wird. Wie auch immer man Größe definieren mag.
Für die neue Festspielhalle, die auf dem Gelände der bereits bestehenden Beethovenhalle entstehen soll, haben sich aktuell “elf international renommierte Architekturbüros aus den USA, Japan, Großbritannien, Italien, Österreich, Luxemburg und Deutschland” beworben.
Dazu gehören:
- Richard Meier (New York/Los Angeles),
- Murphy/ Jahn (Chicago / denen verdanken wir den Posttower),
- Arata Isozaki (Tokyo),
- Allies and Morrison (London),
- Schuster & Schuster Architekten (Düsseldorf),
- Hermann & Valentiny (Wien/Luxemburg),
- Van den Valentyn (Köln)
und natürlich die aktuellen ‘Popstars’ der Architektur:
- Antonio Citterio (Italien),
- Zaha Hadid (London),
- David Chipperfield (Berlin/London),
- Foster + Partners (London).
“Das privatrechtliche Architektenauswahlverfahren geht von folgenden Eckpunkten aus. Das auf dem Gelände der heutigen Beethovenhalle zu errichtende Festspielhaus darf nicht mehr als 75 Mio. Euro kosten. Erwartet werden eine World-Class-Architektur und eine First-Class-Akustik. Den Architekten, die ihre Entwürfe und Modelle bis Weihnachten dieses Jahres einreichen müssen, wurden keine Vorgaben gemacht. Die Entscheidung soll im März 2009 fallen.”
Dabei sind drei Lösungen denkbar:
Die Post betonte, “‘Die Architekten sind aufgefordert, ganzheitlich zu denken und zu konzipieren’. Räumliche Eckpunkte sind der Bau eines großen Saales mit 1500 Plätzen sowie eines kleinen Saales mit 500 Plätzen. Der Bezug zum Rhein muss im architektonischen Konzept sichergestellt werden. Nachhaltige technische Konzepte (“Green building”) zur Optimierung der Betriebskosten werden erwartet.”
Wir lassen uns gern überraschen und warten gebannt auf die Entwürfe, die ja, wie mir scheint, in ziemlich kurzer Zeit vorliegen sollen. Ich kann mich täuschen, aber ist das normal? Grade mal acht Wochen Ausschreibungszeit für ein 75 Mio. € Projekt?
Zitate und weitere Informationen alle von hier.
Luur ooch von Melanie
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die Ausschreibungszeit erscheint mir auch ziemlich kurz. Hoffen wir, dass die Kreativen ihrem “out-of-the-box-thinking”-Ansatz treu bleiben und dass die Entscheider eine kluge und trotzdem mutige Entscheidung fällen!
Ich hoffe mal eher, dass die Ausschreibung nicht ein reiner Fake ist.