Herbsttöne: Zwetschgenkuchen vom Blech
Es hilft alles nichts. Der Sommer ist unbestreitbar vorbei. Wenn der Rhein auch so wenig Wasser führt, wie den ganzen Sommer nicht, mehr als ein paar trockene Tage und mit Glück ein goldener Herbst ist in diesem Jahr an Sonnentagen mit Sommerwehmut wohl nicht mehr zu machen. Wenden wir uns also dem Herbst zu und dem Besten, was er so mit sich bringt: Obsternte!
Wer sich in der letzten Zeit mal auf dem Markt rumgetrieben hat, hat sicherlich schon festgestellt, dass Spargel und Erdbeeren von Äpfeln und Pflaumen, bzw. Zwetschgen verdrängt wurden. Und was kann man da besseres draus machen, als Blechkuchen? Geht einfacher als mal denkt, schmeckt besser als gekauft und ist sogar recht schnell gemacht. Hier mal ein Rezeptvorschlag für frischen Zwetschgenkuchen. (Wer Äpfel lieber mag, ersetzt für sich einfach überall das Wort Zwetschge durch Apfel!)

Also, man nehme für den Teig:
- 100 g Butter
- 125 g Zucker
- 400 g Mehl (bspw. Dinkelmehl, das gibt einen etwas kräftigeren Geschmack)
- 1 Ei
- 1 Prise Salz
- 150 ml Milch
- 1 Würfel Hefe (oder, wer´s lieber einfach und sicher hat, ein Päckchen Trockenhefe)
Für den Belag:
- reichlich frische Zwetschgen, halb aufgeschnitten und entkernt. (Die Zwetschgen gibt´s auf dem Markt, besser auf dem in Beuel, da ist nicht schon die Hälfte verfault, wie das auf dem Bonner Markt der Fall ist. Schneiden und entkernen müsst Ihr selbst.)
Und so geht´s:
Butter (schön weich), Mehl, 100 g Zucker, Ei und Salz in eine Rührschüssel geben. Die Milch in einem Topf lauwarm machen und mit der Hefe verrühren. Bei frischer Hefe darauf achten, dass der Würfel sich auflöst. Anschließend das Hefe-Milchgemisch auch in die Rührschüssel kippen und mit dem Handrührgerät, ausgestattet mit Knethaken, zu einem hübsch glatten Teig verarbeiten. Danach muss der Hefeteig gehen und dafür braucht er unbedingt einen warmen Ort. Zugedeckt ca. 40 Minuten gehen lassen.

Zwetschgen, wie gesagt, halbieren und entsteinen.
Den Teig mit bemehlten Händen noch mal kräftig durchkneten, auf ein gefettetes Blech legen und ausrollen (geht auch, wie man oben sieht, mit Backpapier) und dann noch mal 20 Minuten gehen lassen. Wichtig: wieder an einem Warmen Ort gehen lassen!
So und jetzt geht´s an die Zwetschge, die kommen jetzt dicht aneinandergedrängt (s. Bild 1) auf den Hefeteig und werden zum Abschluss noch mit Zucker bestreut. In der Zwischenzeit den Ofen vorheizen (E-Herd: 175°C/ Umluft: 150°C) und den Kuchen dann ca. 30 Minuten backen.
Und dann? Sahne schlagen, Kaffee kochen, Kuchen aufschneiden, hinsetzen, Herbstfreuden genießen!
Mahlzeit!
Luur ooch von Melanie
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hmm. lecker
Find ich gemein, kann nicht mal jemand noch einen Beitrag schreiben. Immer wenn ich auf bnlog gehe, muss ich mir den leckeren Kuchen ansehen…
Prummetat heißt das!!! PRUMMETAT!
Genau, dat is ne Prummetaat!!!
Und wo war ich, als es diese Köstlichkeit gab? Mist.
Wohl in Urlaub
Willkommen in Bonn, Köln-Bonn. Da ihr nicht mit dem Auto unterwegs wart, habt ihr die schöne Beschilderung an der Autobahn verpasst: Bonn-Ost. Lalalala.
Was eine Autobahn Beschilderung mit der Diskussion über die richte Aussprache von Prummetaat oder Zwetschgenkuch oder Pflauenkuchen zu tun hat weiß ich nicht aber ich kann nur sagen beide liegt oder steht auf nem Blech.
Liebe Frau Urte, ich mach gern noch mal einen. Wenn ich das nicht nennen muss wie´s da oben steht, das krieg ich nicht richtig ausgesprochen!
@Mark: WIR SIND _NICHT_ BONN OST ABGEFAHREN!
Da wir nicht mit dem Auto unterwegs waren (und es in Amsterdam ein Zugunglück gegeben hat, das den ganzen Bahnverkehr lahmgelegt hat), stand für die Rückreise unser Liegewagen in Mailand nicht zur Verfügung und wir hatten eine etwas unbequeme Fahrt nach Bonn-Ost. Aber das ist eine andere Geschichte für ein anderes Blog.
Ansonsten bin ich für die Bezeichnung von regionalen Köstlichkeiten an Autobahnschildern. Was interessieren mich Sehenswürdigkeiten, wenn ich mich beim Bäcker blamiere, weil ich Zwetschgen anstatt Prumme gesagt habe?
Sollte dein Kommentar, Melanie, eine Einladung gewesen sein: ich komme gerne. Wir können auch einfach Pflaumenkuchen dazu sagen. Oder schweigen und genießen.
Betrachte Dich als eingeladen
hmm. wenn ihr da noch nen Stück überhabt
: ) mal sehen, was sich da machen lässt.
Bei diesem Rezept hat aber hoffentlich nicht die beliebte Internet-Köchin ihre rechtlich bewandten Finger im Teig?
Gelernt ist gelernt
eigene Fotos, selbst modifiziertes Rezept.