Stumme Freunde gesucht
Wenn Rüdiger Ruß ab dem 12. August bis zum 22. jeden Abend wieder zehn bis zwölf »Freiwilliche« sucht, die den Flügel raustragen, und so die Voraussetzungen für die Internationalen Stummfilmtage – das 26. Bonner Sommerkino – schafft, ist noch nicht klar, ob das nicht der Anfang vom Ende ist: Die Stadt Bonn spart. Auch an der Kultur. Geplant ist die jährliche Unterstützung von 40.000 Euro für kommendes Jahr zu streichen. Ersatzlos. Damit wäre dieses großartige Kinoerlebnis am Ende. Der veranstaltende Förderverein Filmkultur Bonn e.V. bittet deswegen um finanzielle Unterstützung, um stille Freunde:
Spendenkonto: Förderverein Filmkultur
Sparkasse Köln / Bonn: BLZ 37050198
Konto-Nummer: 32920167
Stichwort: Stummer Freund 2011
Ob man für seine Spende ein T-Shirt erhält, konnte ich noch nicht rausfinden…
Wer seinen Obolus einfach in die Sammelboxen schmeißen will, geht hin:
Internationale Stummfilmtage, 26. Bonner Sommerkino
12. bis 22. August 2010, Innenhof der Universität
Programm
Luur ooch von Urte
- Töröööö - August 8th, 2011
- Döppekooche - August 4th, 2011
- Bonn, das Dorf - August 3rd, 2011
- »Tannenbusch is' 'ne tolle Sache« - August 1st, 2011
- Beuel's Eleven - July 25th, 2011
- Versuchskaninchen - July 18th, 2011
- Togo in Altenahr - July 14th, 2011
- b-d-b-f-f - July 8th, 2011
- »Endlich geht was ab in Bonn« - July 8th, 2011
- Helmut und Wolfgang - July 5th, 2011












Es gäbe vielleicht auch andere Wege, das Festival zu retten. Nur müssten die Veranstalter dann mal ein wenig umdenken. Schaue ich mir das aktuelle Programm an, habe ich diesmal 3 bis 4 echte Highlights und ansonsten fast nur experimentelle Filme, die zwar internationale Filmkenner anlocken könnten, aber nicht die breite Masse. Ich hatte es in den letzteren Jahren oft, dass ich mir bei den Stummfilmtagen Filme angeschaut und dabei zu Tode gelangweilt habe. Hier würde ich noch stärker auf einen Mix setzen und mehr “Blockbuster” wie jetzt “Metropolis” ins Programm hieven, so man sie denn so nennen kann. Insgesamt könnte man das Programm ein wenig straffen und dann eben einen geringen Eintritt nehmen. Das ganze alles in allem ein bisschen kommerzieller werden lassen. Bisschen weniger Kunst, bisschen mehr Entertainment. So what?
Naja, selbst mit nur 50 Cent Eintritt wäre es nicht mehr das Bonner Sommerkino.
@Jürgen:
Schau mal im ausführlichen Programm nach, warum der Veranstalter keinen Eintritt verlangt und auch in Zukunft(?) nicht verlangen möchte. Die Argumente sind dort klar und deutlich formuliert.
Am Eingang/Ausgang eine Spendenbox aufzustellen ist sicherlich die bessere Lösung, denn so bleibt der Charakter dieser Kulturveranstaltung erhalten.